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Kulturbetriebslehre: Grundlagen einer Inter-Disziplin - download pdf or read online

By Tasos Zembylas

Die Kulturbetriebslehre befasst sich mit den vielfältigen Organisationsformen der Produktion, Distribution und Rezeption von Kulturgütern. Tasos Zembylas verfolgt systematisch die Frage nach der Konstitution von Kulturgütern und betont dabei die Bedeutung der Praxis (Regeln, Institutionen, Praktiken) bei der Entstehung von Werten, Präferenzen und Denkstilen. Kulturgüter sind Ergebnisse kollektiver Prozesse und somit "res publica".
Präzise philosophische Argumentationen und zahlreiche praktische Beispiele schaffen die foundation für eine Repositionierung der kulturpolitischen und kulturökonomischen Diskussionen der Gegenwart.

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Das Pladoyer fur eine Kultur "als 'umfassende Lebensform' im Gegensatz zur omamentalen, privilegierten 'hohen' Kultur und einer auf Konsum ausgerichteten kommerzialisierten Form von Kultur" 46 stellt kulturelle Partizipation ins Zentrum und will die Trennung zwischen Kreation und Rezeption aufheben. Kultur als Tell der Lebensgestaltung ist alltaglich, wie Raymond Williams prokiamierte. 47 Die daraus resultierende Popularkultur basierte auf einem spezifischen Verstandnis von "kultureller Politik", namlich der Auffassung, gesellschaftliche Veranderungen konnten von "unten" her und mit dem Einsatz kultureller Mittel evoziert werden.

58 Aspekte der Kultur yen wider. Selbst wenn es tiber bestimmte Werte einen Grundkonsens gabe, darf man nicht naiv glauben, dass aile darunter dasselbe verstehen oder dass sie von denselben Motiven geleitet wiirden. Die vorgetauschte und herbeigewiinschte Homogenitat der deutschen Gesellschaft verdrangt und negiert absichtlich die Bandbreite der sozialen Identitaten, Ailtagspraktiken und Lebensformen der Menschen. Die CDU-IdeologInnen operierten damals offen mit Vorurteilen, dass viele Fremde kulturlos (ungebildet) sowie potenzielle Rechtsbrecher (ohne "Verfassungspatriotismus") seien und auBerdem sozialisationsbedingt zu Gewalt gegen Frauen tendieren wfuden.

Dieser Zustand wird durch den Hegemoniebegriff beschrieben. Die Erlangung sozialer und kultureller Hegemonie erleichtert das Regieren: Der erzielte Grundkonsens uber zentrale Merkmale der gesellschaftlichen Ordnung macht Zwang und Sanktionsandrohung relativ verzichtbar. AIle weiteren politischen Auseinandersetzungen drehen sich dann urn Feinjustierungen, weil die kulturelle Hegemonie die Grundsicherung der politischen Herrschaft gewiihrleistet. Kulturelle Hegemonie besteht in der Produktion und erfolgreichen Distribution von kollektiven Erfahrungen, Identitaten, Werten und Diskursen, die im Zusammenhang zu den bestehenden Machtformationen und Herrschaftsverhaltnissen die Funktion der Affirmation oder Opposition, Stabilisierung oder Destabilisierung erfiillen.

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