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New PDF release: Die Last des Unterschieds: Biographie, Lebensführung und

By Dieter Karrer

In der vorliegenden Untersuchung werden Menschen beschrieben, die in ihrer Mehrheit zu den sogenannt "kleinen Leuten" zählen. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Dinge: um ihre Biographie und ihren Alltag, um ihre Vorlieben und Wünsche wie um ihre Sichtweise von sich und der Unterschiede zu andern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Individualisierungsschub in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Biographie, die alltägliche Lebensführung und den Habitus von (gelernten und ungelernten) ArbeiterInnen und Büroangestellten ausgewirkt hat. Einerseits werden einzelne Akteure beschrieben und soziologisch interpretiert. Andererseits wird der Frage nachgegangen, ob es gruppenspezifische Gemeinsamkeiten des Habitus und der Lebensführung nach wie vor gibt oder ob sich solche Gemeinsamkeiten im Laufe gesellschaftlicher Individualisierungsprozesse aufgelöst haben. Die Studie folgt einer relationalen und prozessorientierten Untersuchungslogik, die es erlaubt, soziale Akteure aus ihren jeweiligen Bedingungskonstellationen zu verstehen.

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Diese Studie weicht nur geringftigig von der im Jahre 1992 an der Universitat-Ge samthochschule Siegen eingereichten Dissertation abo Danken mochte ich an dieser Stelle all meinen Freunden und Bekannten, insbe sondere Prof. Dr. Peter Gendolla und Dr. Ursula Bohmer ffir ihre wohlwollende Begleitung und die stets anregende Kritik.

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Diese "raumlich-soziale Doppelexistenz" (Beck 1986, 213) kann ebenfalls Horizonte eroffnen, die iiber das enge kognitive Feld eines sozialen Milieus hinausgehen und dessen Ueberzeugungskraft schwachen (Berger 1987, 62; Giddens 1991, 84). Auf diesem Weg kann eine "Kultur der Individualisierung", die im Journalismus und andern kuIturellen Berufen weit verbreitet ist (Karrer 1996), auch in Milieus hineingetragen werden, denen solche Sichtweisen bislang eher fremd waren. Lasst sich unter Bedingungen einer (Iebensgeschichtlichen) Heterogenitat von sozialen Orten und damit verbundenen Pragungen noch yom Habitus als einem einheitlichen und "Analogie stiftenden Operator" sprechen, der ,Jede Einzelpraxis zu einer Metapher einer beliebig anderen werden lasst" (Bourdieu 1988a, 282)?

I 987a, 113) dem Missverstandnis Vorschub geleistet, der Habitus sei eine relativ statische Disposition, die - einmal in der Familie 22 "Daraus folgt, dass dem Menschen alles, wozu man ihn erzieht und gewOhnt, zur zweiten Natur wird (.. ). " (de la Boetie 1992, 63) 37 erworben - wahrend des spateren Lebens mehr oder weniger bestehen bleibe (vgl. Bohn 1991, 141). Eine einseitige Gewichtung friihkindlicher Sozialisation und "eine weitgehende Rlickftihrung der Verarbeitung spaterer Erfahrungen auf die in der Friihsozialisierung entstandenen Personlichkeits- und Wahrnehmungsstrukturen" istjedoch, wie Levy (1977,37) notiert hat, nicht zu vertreten.

Eine erste (Teil-) Auswertung des Materials liess es als sinnvoll erscheinen, "BUroangestellte" in die Untersuchung einzubeziehen, die im betrieblichen Feld nicht mit Arbeitem konfrontiert sind. Deshalb entschloss ich mich, auch noch drei Bankangestellte zu befragen. 8 Dieser zweite Schritt der Auswahl entspricht am ehesten dem, was Anselm Strauss (1991, 70) als "theoretical sampling" bezeichnet hat. " 7 Der Delegierte des Verwaltungsrats verschickte an aile in Frage kommenden Personen einen Brief, in dem ich Inhalt und Ziel meiner Untersuchung kurz darlegen konnte.

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