German 9

Download e-book for iPad: Der Körper im biographischen Kontext: Ein by Anke Abraham

By Anke Abraham

Der Körper entzieht sich in der Regel unserer alltäglichen Aufmerksamkeit. Zugleich ist er foundation und Angelpunkt menschlichen Lebens: biologisch, psychisch und sozial. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie der Körper und Körperliches im Alltagsbewusstsein verankert sind. Anhand biographischer Narrationen und unter Rekurs auf wissenssoziologische und biographietheoretische Überlegungen wird das körperbezogene Alltagswissen jetzt regulate Menschen beleuchtet. Subtile Fallanalysen stellen den Körper in einen lebensthematischen Zusammenhang und verweisen auf ihn als 'Umschlagplatz' kohortenspezifischer und geschlechtlich konnotierter Sozialisations-, Bildungs- und Entwicklungswege. Darüber hinaus leistet die Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der phänomenologisch-hermeneutisch orientierten (Wissens-)Soziologie, indem sie an vernachlässigte 'somatische' (Erkenntnis-)Theorie-Potentiale erinnert und den Körper des Forschenden als eine soziologisch übersehene Quelle der Erkenntnisgewinnung ins Spiel bringt.

Show description

Read Online or Download Der Körper im biographischen Kontext: Ein wissenssoziologischer Beitrag PDF

Best german_9 books

Download PDF by Georg Rolle: Lieder für den Einzelgesang: zum Gebrauch an

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication documents mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Download PDF by Gabi Kepper: Qualitative Marktforschung: Methoden, Einsatzmöglichkeiten

Trotz wachsender Bedeutung in Wissenschaft und Praxis mangelt es bisher an Fachliteratur, die sich umfassend mit dem Ansatz einer qualitativen Marktforschung auseinandersetzt. Um einen solchen Beitrag leisten zu können, widmet sich diese Arbeit insbesondere einer systematischen Kennzeichnung qualitativer Erhebungsmethoden und der Typisierung ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zur Unterstützung von Marketing-Entscheidungen.

Download PDF by Uschi Backes-Gellner, Sanita Schröer, Rosemarie Kay, Karin: Mitarbeiterbeteiligung in kleinen und mittleren Unternehmen:

Trotz der ihr zugeschriebenen Vorteile ist die materielle Mitarbeiterbeteiligung - gerade in kleinen und mittleren Unternehmen - in Deutschland wenig verbreitet. Auf der foundation schriftlicher und mündlicher Unternehmensbefragungen mithilfe bi- und multivariater Analysemethoden gehen die Autorinnen folgenden Fragen nach: In welchem Umfang sind die verschiedenen Beteiligungsformen verbreitet und gibt es unternehmensgrößenspezifische Unterschiede?

Kulturbetriebslehre: Grundlagen einer Inter-Disziplin - download pdf or read online

Die Kulturbetriebslehre befasst sich mit den vielfältigen Organisationsformen der Produktion, Distribution und Rezeption von Kulturgütern. Tasos Zembylas verfolgt systematisch die Frage nach der Konstitution von Kulturgütern und betont dabei die Bedeutung der Praxis (Regeln, Institutionen, Praktiken) bei der Entstehung von Werten, Präferenzen und Denkstilen.

Additional resources for Der Körper im biographischen Kontext: Ein wissenssoziologischer Beitrag

Sample text

Die Erforschung des Körpers in den Kultur- und Sozialwissenschaften 35 sches Wissen über den Körper enthalten sowie soziale Normierungen und Tradierungen, die im Prozess der Sozialisation vermittelt und internalisiert werden sowie subjektiv ausgestaltet und angewandt werden müssen. Knifflig und strittig ist die Frage, wie mit der ersten Dimension - der organischen Ebene - umzugehen ist: Ist sie eine Dimension, die unabhängig von kulturellem Wissen existiert? Ist sie eine kulturell überformte Größe?

Zugleich ist der Körper in dieser Materialität den kulturellen Einflüssen ausgesetzt und (in nicht genau anzugebender Weise) ein Produkt dieser formierenden Einflüsse, und er ist überdies immer nur kulturspezifisch wahrnehmbar. Von daher können wir also nicht sagen, wie der Körper 'wirklich' ist, sondern (lediglich), wie er sich uns aufgrund unserer gewonnenen Überzeugungen und Präferenzen kulturell darbietet. Wobei diese kulturellen Präferenzen weder beliebig noch unwichtig sind, sondern ja gerade die Welt bestimmen und ausmachen, in der wir leben und uns orientieren (müssen).

Dazu auch die empirischen Arbeiten von Glaser/Strauss 1974 [zuerst 1965] und Strauss 1994, bes. ). Der dritte Fokus, den Strauss anbietet, verdankt sich den Beobachtungen, dass a) Körpervorgänge in zwischenmenschlichen Interaktionen eine herausragende Rolle spielen, und dass b) in modemen Gesellschaften ganze Industriezweige und Professionen mit der Sorge fur oder um den Körper beschäftigt sind. So käme es in seinen Augen darauf an, "zu beobachten, welche Rolle Körperphänomene im gesamten menschlichen Verhalten und damit auch in institutionell geprägter Interaktion spielen", denn auch die institutionell geprägte Interaktion ist in spezifischer Weise verknüpft mit den alltäglichen Tätigkeiten und Befindlichkeiten des Körpers.

Download PDF sample

Rated 4.72 of 5 – based on 39 votes