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Download e-book for iPad: Abschied von der Toskana: Die SPD in der Ära Schröder by Franz Walter

By Franz Walter

Seit 1998 regiert die SPD. Aber einen kraftvollen oder gar stolzen Eindruck machen die Sozialdemokraten nicht. Die Partei wirkt vielmehr verwirrt, oft ratlos, auch ermattet und erschöpft. Sie verliert massenhaft Wähler und Mitglieder. Vor allem die früheren Kernschichten wenden sich ab. Auch haben die überlieferten Leitbilder keine orientierende Funktion mehr. Führungsnachwuchs ist rar geworden. was once erleben wir additionally derzeit? Die ganz triviale melancholy einer Partei in der Regierung? Oder vielleicht doch die erste Implosion einer Volkspartei in Deutschland? Das ist das Thema dieses Essaybandes.

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Diese Studie weicht nur geringftigig von der im Jahre 1992 an der Universitat-Ge samthochschule Siegen eingereichten Dissertation abo Danken mochte ich an dieser Stelle all meinen Freunden und Bekannten, insbe sondere Prof. Dr. Peter Gendolla und Dr. Ursula Bohmer ffir ihre wohlwollende Begleitung und die stets anregende Kritik.

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Politik der Mitte - das war fUr die Sattelzeit der bundesdeutschen Gesellschaft daher nicht primlir eine Losung verlinderungs- und experimentierlingstlicher SpieBer, sondem erfahrungsgeslittigte historische Konsequenz aus den europliischen Burgerkriegen und Pathologien der Extreme in den ersten vier lahrzehnten des 20. lahrhunderts. In der Tat: In der ersten deutschen Republik, also der von Weimar, war die demokratische Mitte nicht vorhanden, die das parlamentarische System hlitte fundieren, die auch Burgertum und Arbeiterschaft hatte friedfertig verklammern mussen.

Sie sind keine taglich praktizierenden Christen mehr, halten aber doch peinlichst an den Passageriten bei Geburt, EheschlieBung und Todesfall fest. Sie sortieren gewissenhaft den Hausmiill, emporen sich aber pfennigfuchserisch iiber okologisch verniinftige Energiepreiserhohungen. Die Majoritat der Republik ist, kurzum, ein bisschen sozialdemokratisch, ein bisschen neoliberal, ein bisschen christlich und ein bisschen griin, in manchen Fragen der inneren Sicherheit und Migration durchaus auch ein bisschen rechtspopulistisch geneigt.

Und so sind denn auch die Parteien mittlerweile genau der gleiche Flickenteppich wie die Gesellschaft insgesamt. Je fragmentierter die Gesells~haft desto heterogener auch der programmatische Fundus der Parteien. In der alten Zeit der geschlossenen Lager und polarisierten Klassenstrukturen kamen Parteien noch mit zwei bis drei Seiten Papier aus, urn ihr Wertesystern und ihren Zielanspruch zu beschreiben. Alles war klar, eindeutig, selbstgewiss, visionar, kurz und biindig. Inzwischen aber miissen Parteien tiber Jahre in programmatische Klausur gehen, damit sich die Vertreter der verschiedenen, wenngleich nur noch in Restbestanden existierenden Fliigel, Interessengruppen und Generationen zusammenraufen konnen, damit jede Untergruppe ihre eigenen Absatze und Sollenssatze in das Schlussdokument hineinbekommt.

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